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ganze Männer tragen konnte, so schwach, dass es sich schon allein durch Sonnenstrahlen auflöste oder durch einen einfach beschuhten Mädchenfuß zu brechen war. Seltsames Eis. Wunderbares, seltsames Eis. Sie hatten Steinbrüche geliebt. Der Vater, der kluge und konzentrierte Vater, und sie. Im Harz gab es viele Steinbrüche. Bei schönem Wetter konnten sie hier Stunden verbringen. Jeder Stein sah anders aus. Er hatte ihr die weißen gezeigt. Quarz, dann gab es welche mit Silber, das hieß dann Bleiglanz, und besonders gern hatte sie immer nach denen gesucht, die durchsichtig waren, das waren Diamanten. Nicht in echt, sie hatte vergessen, was ihr Vater dazu gesagt hatte, weil sie halt so gern gewollt hatte, dass es Diamanten waren. Und dann die mit dem Gold, die waren auch ganz besonders und wertvoll, auch wenn ihr Vater von Katzengold gesprochen hatte. Und oft gab es welche, die sahen aus wie Stracciatella-Eis, richtig lecker. Manchmal saß in den Schokostückchen auch so ein Körnchen Katzengold. Ihre Mutter hatte immer die Augen verdreht, wenn sie mit einer ganzen Tüte Steinschätze nach Hause gekommen waren (Wo soll denn der ganze Mist noch hin? Wir haben doch schon so viele! Die sehen doch jedes Mal gleich aus!). Ihr Vater und sie, sie wussten es, nichts hätte falscher sein können. Keiner war wie der andere, auch wenn sie alle eins gemeinsam hatten: Sie waren hart, fest, unzerbrechlich, ewig, sie kamen aus einer Vergangenheit und waren immer noch da und sie würden in eine Zukunft gehen, die noch da sein würde, wenn sie ………………