04
06

Zittern, dass sich in diesem Fall mit dem Spiegeleigebrutzel vermengte und der ganzen Sache eine ebenso erschreckende wie absurde Note verlieh. Batzinger wusste, dass ich ihn angelogen hatte. Sein subtil-drohender Ton war eindeutig, aber nun erst, das spürte ich, rangen wir miteinander. Sein Tausender war in meiner Hand, er hatte aufgehört sein Tausender zu sein. Mehrere Möglichkeiten spielte ich nun durch: Das Schreddern kam mir als erstes in den Sinn. Dann das Verbrennen. Dokumentiert auf Video und mit dem Verweis auf Batzingers Namen. Batzingers Tausender sollte das Video heißen und durch die sozialen Medien gejagt werden. Aber es war eine abgeschmackte Vorstellung, hunderte Male in ähnlichen Konstellationen, freilich weniger frivol, aber im Wesentlichen sehr ähnlich von irgendwelchen selbsternannten Künstlern durchgespielt. Und was hätte ich schon – ich als spiegeleiessende, rauchende Person – von dieser Zurschaustellung der Zerstörung einer Fiktion? Als Alternative schwebte mir auch das Verwahren des Scheins vor. Doch dem Verwahren haftete eine gewisse pornographische Obszönität an: Ab und an einen verwegenen Blick nach dem Schein wagen. Der Kitzel der Ungewissheit. Alles gleichermaßen Unsinn. Besser, ja geradezu fachmännischer, erschien mir das Vergraben. Das Vergraben in der Erde. Es war klar, dass es ein Kartoffelacker sein musste. Intuitiv wusste ich das. Der Acker bot nämlich dem Tausender die Möglichkeit, zwischen die Kartoffeln zu geraten und so von einem Erntearbeiter aufgelesen wieder in den alltäglichen …………………………………
  • Grundwasser | Nappe phréatique