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tiefen Zug von der Zigarette, stieß den Rauch durch die Nase. Batzinger sah mich zufrieden an. Er wusste – oder zumindest tat er so, als wüsste er –, dass es mir niemals möglich sein würde, den Tausender in einem Anflug von Frivolität für eine Taxifahrt, für drei Biere oder einen Sack Kartoffeln hinzublättern. Nein. Der Batzingerschein würde auf immer zwischen meinen Notizen zurückbleiben, als Mahnung, stets die Potentialitäten des Lebens durchzudeklinieren, statt in die Niederung des Tauschs hinabzusteigen und den Schein für einen Sack Kartoffeln auszugeben. Ich spürte allerdings schon bald, dass mich gerade diese Variante – Schein gegen Kartoffeln – besonders erregte. Ehe ich mich versah, hatte ich mich an der Idee ganz festgebissen. Wann immer ich an einem Kartoffelhändler vorbeilief, fuhr mir ein Schauer über den Rücken, wobei ich einen besonderen Kitzel verspürte, wenn ich mich wie nebenbei nach dem Kilopreis erkundigte. Irgendwann ging ich dazu über, mit den Verkäufern zu feilschen, echauffierte mich dabei auf eine ganz künstliche Art und handelte manchmal den Preis so weit herunter, dass es sich eigentlich schon gelohnt hätte, den Tausender gegen den prall gefüllten Leinensack, den man mir entgegenhielt, einzutauschen. Mehr als einmal riskierte ich eine physische Auseinandersetzung, weil der Händler entweder brüskiert ob meines plötzlichen Rückzugs aus dem Geschäft reagierte oder weil er dann doch mangelnde Seriosität witterte. Den Schein wirklich einzutauschen traute ich mich aber doch nicht. Ein wenig war es wie mit der …………………
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